Geheimtipps Geschichte & Geschichten

Große Persönlichkeiten wie der Maler Alexej von Jawlensky haben Wiesbaden als Wunschort entdeckt. Sie haben hier gelebt, gearbeitet, sich inspirieren lassen und werden hier ausgestellt.

Schon Johann Wolfgang von Goethe schrieb 1815: „Wiesbaden mir gar zu wohl gethan und ich möchte es gern wiederholen.“ Auch heute noch hinterlässt unsere Stadt bei Besuchern einen bleibenden Eindruck, der sie immer wieder herkommen und die Stadt aufs Neue entdecken lässt.

In den Museen, Ateliers und Galerien werden Sie immer wieder Neues entdecken. Zeitgenössische Sammlerinnen, Sammler und Galeristen kuratieren die aktuelle Kunstgeschichte der Landeshauptstadt.

Auch als Spiel- und Drehort für Geschichten diente Wiesbaden, manchmal versteckt, manchmal ganz offensichtlich, und die Geschichten hinter dem architektonisch beeindruckenden Stadtbild sind eine Entdeckungsreise wert. Die neuen Erfolgsgeschichten leben gerade die vielen Gründerinnen, Gründer, Gastgeberinnen und Gastgeber, die das Lebensgefühl der Stadt gestalten und Einheimische wie Gäste herzlich willkommen heißen.

Wiesbaden im Ohr

Der Stadt lauschen an zunächst zwölf Stationen in der Stadt.

Der Stadt lauschen

Das klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch. Eine Schatz- und Spurensuche, auf die Sie sich begeben können. Wiesbadens große Plätze, kleine Wege und besondere Orte eröffnen sich bei der interaktiven Erlebnistour „Wiesbaden im Ohr“ über das Smartphone. Der Audioguide erzählt Ihnen von bekannten Sehenswürdigkeiten und versteckten Quartieren – informativ, unterhaltsam, spannend und ganz individuell. So können Sie die Stadttour selbst gestalten und eilen oder weilen, eintauchen oder vorbeischlendern.

60 Jahre Fluxus

Am 16. Juli feiert der Nassauische Kunstverein sein 175. Bestehungsjahr. Er ist Wiesbadens ältester Kulturverein.

Fluxus macht Furore in der Stadt

Mit einer spektakulären Aktion im Landesmuseum Wiesbaden wurde 1962 eine Kunstrichtung geboren, die weltweit Furore machte: Fluxus. Damals wurde, während der „FluxusInternationalen Festspiele Neuester Musik“ unter den amüsierten, aber auch empörten Reaktionen der Zuschauerinnen und Zuschauer bei Philip Corners Performance „piano activities“ ein Konzertflügel im Vortragssaal des Museums zertrümmert. Diese Veranstaltungen trugen maßgeblich zur Entwicklung der Performancekunst bei.

Als Fluxus-Stadt möchten wir zum 60–jährigen Jubiläum den Blick auf das Wirken der Fluxus-Künstlerinnen und -Künstler lenken. Die Artothek, das Landesmuseum Wiesbaden und das Kunsthaus planen ebenso Ausstellungen wie der Nassauische Kunstverein, der in diesem Jahr seinen 175. Geburtstag feiert.

Nassauischer Kunstverein
Wilhelmstraße 15, Wiesbaden

Kunsthaus + Artothek
Schulberg 10, Wiesbaden 

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2, Wiesbaden

Museum Reinhard Ernst

Save the Date: Die Eröffnung des Museum Reinhard Ernst ist für Frühjahr 2023 geplant.

Drei Sammler, zwei Museen, eine Stadt – Kunst, die verbindet

Am Rande einer Dienstreise nach Paris machte ein Museumsbesuch Reinhard Ernst zum Fan abstrakter Kunst und Sammler. Mit dem Bau des Museum Reinhard Ernst erfüllt er sich seinen Wunsch, die Kunst mit allen Besucherinnen und Besuchern zu teilen und die abstrakte Kunst
Kindern und Erwachsenen näherzubringen. Schwerpunkte der Sammlung sind abstrakte deutsche und europäische Nachkriegskunst, abstrakte japanische Kunst und abstrakter amerikanischer Expressionismus.

Museum Reinhard Ernst
Wilhelmstraße 1, Wiesbaden

Museum Wiesbaden

Tauchen Sie ein in die Welt des Jugendstils und staunen Sie über die mehr als 570 Werke.

Die Sammlerleidenschaft von Frank Brabant, der seit mehr als 60 Jahren in Wiesbaden lebt, begann 1964 eher zufällig mit dem Kauf eines Holzschnittes von Max Pechstein in einer Frankfurter Galerie – die Kunst des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit fasziniert ihn.

Seine Sammlung umfasst inzwischen mehr als 600 Werke, die teils in Ausstellungen zu sehen sind, überwiegend aber in seiner Wohnung hängen. An seinem 80. Geburtstag entschied Brabant, der in den 1970er-Jahren in Wiesbaden legendäre Diskotheken betrieb, seine Bilder, mit einem geschätzten Wert von 30 Millionen Euro, nach seinem Ableben zwei Museen zu schenken: dem Staatlichen Museum in seinem Geburtsort Schwerin und dem Museum Wiesbaden.

Bereits zu Lebzeiten schenkte Ferdinand Wolfgang Neess 2017 seine Jugendstil-Sammlung dem Landesmuseum Wiesbaden. Es war die größte Schenkung, die das Museum jemals erfahren hat. Zwei Jahre später, zu seinem 90. Geburtstag, wurde die Ausstellung „Jugendstil Schenkung F.W.Neess“ eröffnet und ist seitdem dauerhaft zu sehen.

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2, Wiesbaden

Unter freiem Himmel wachgeküsst

Muschelkonzerte im Kurpark

Die Kulturwerkstatt Godot e. V. startet in Kooperation mit dem Musiker John Dunn eine neue Konzertreihe und erweckt die Wiesbadener Konzertmuschel wieder zum Leben. Genießen Sie die Musik im Kurpark und entspannen Sie.

Sonntag, 4. September 2022, 14-16.30 Uhr
Ferienende mit „Blanc de Noir“. Das sind der Wiesbadener Boogiebaron Alexander von Wangenheim am Klavier und die Sängerin Caroline Mhlanga. Sie präsentieren eine Cuvée aus fein aufeinander abgestimmten musikalischen Aromen aus Blues, Jazz, Pop und Soul. Auch in der Konzertpause darf getanzt werden! Für alle spontanen Tänzerinnen und Tänzer sponsert die Firma Henkell Freixenet einen Piccolo.

Sonntag, 18. September 2022, 14-16.30 Uhr
Abschluss der Muschelkonzerte 2022 mit Denis Wittberg und seinen Schellack Solisten. Mit seinem zehnköpfigen Ensemble spielt er original Tanz- und Unterhaltungsmusik der goldenen 20er- und 30er-Jahre sowie Hits der „Neuen Deutschen Welle“ im Stil der 20er-Jahre! In der Konzertpause ist „Tanz auf dem Vulkan“. Für alle Tanzwütigen spendiert die Firma Henkell Freixenet einen Piccolo!

Walkmühle

187 Porträts sind durch die Fotografin Christiane Erdmann entstanden. Seit 2016 fotografierte sie die Menschen, die in der Walkmühle gearbeitet haben.

Von der Industriebrache zum Kulturort

Die Sanierung von Getreidelager, Kesselhaus, Malzhaus, Kühlschiff und Pferdestall ist nach zehn Jahren endlich beendet – entstanden ist ein lebendiger Ort für Kultur. Unterschiedlichste Ausstellungen, Tanz, Workshops, Musik werden Sie überraschen.

Kommen Sie mit den Kunstschaffenden ins Gespräch und genießen Sie das kulturelle Kleinod. Die Walkmühle bietet nicht nur öffentliche Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, sie ist auch ein von der öffentlichen Hand gefördertes Atelierhaus für freischaffende Künstlerinnen und Künstler.

Walkmühle
Bornhofenweg 9, Wiesbaden

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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  • wiesbaden.de / Foto: Tanja Kranz; shutterstock/stockfour
  • wiesbaden.de / Foto: Christian Lauer: Bens’s Bar, Benjamin Patterson
  • wiesbaden.de / Foto: Museum Reinhard Ernst
  • wiesbaden.de / Foto: Roger Richter
  • wiesbaden.de / Foto: Kurhaus Wiesbaden GmbH
  • wiesbaden.de / Foto: Künstlerverein Walkmühle/Frank Meissner