Buchen

Ausblick: Museum Reinhard Ernst

Am Sonntag, 23. Juni 2024, eröffnet mitten in Wiesbaden ein Museum, das sich der Präsentation abstrakter Kunst verschrieben hat. Das Museum Reinhard Ernst (mre) wird Werke aus der umfangreichen Kunstsammlung des Unternehmers Reinhard Ernst zeigen.

Jetzt ist es offiziell: Der mit Spannung erwartete Eröffnungstermin des stiftungsfinanzierten Wiesbadener Kunstmuseums steht fest. Das Museum Reinhard Ernst (mre) wird am Sonntag, 23. Juni 2024, eröffnet. Mit dem mre erhält die internationale Kunstszene ein neues Museum von Weltrang mit dem Schwerpunkt abstrakte Kunst. Die hier gezeigten Meisterwerke aus der Zeit nach 1945 bis in die Gegenwart werden zum Teil erstmals öffentlich präsentiert.  

Die erste Sammlungspräsentation wird eine Auswahl von 60 Positionen zeigen, unter anderem Gemälde und Skulpturen von Tony Cragg, Helen Frankenthaler, Karl Otto Götz, Hans Hartung, Yūichi Inoue, Lee Krasner, Morris Louis, Tal R, Judit Reigl, Pierre Soulages, Tōkō Shinoda, Frank Stella, Atsuko Tanaka und Wolfgang Tillmans.

Beim Umzug nach Wiesbaden stellte Unternehmer Reinhard Ernst fest, dass er im neuen Haus mehr Bilder als Wände hat. Seine Lösung: mitten in Wiesbaden ein Museum eröffnen, das nicht alleine Platz für seine Sammlung ist. Sondern auch selbst ein Kunstwerk – der japanische Star-Architekt und Pritzker-Preisträger Fumihiko Maki entwarf den Bau an der Wilhelmstraße.

Das rme wird Wiesbadens neues Haus für abstrakte Kunst in direkter Nachbarschaft zum Museum Wiesbaden. Werke von Jackson Pollock oder Helen Frankenthaler sind hier zu sehen, Damien Hirst, große Skulpturen von Tony Cragg. Die Künstlerin Katharina Grosse malte für dieses Museum sogar ein neues Werk – und dabei zum ersten Mal auf Glas.

Museumsgründer Reinhard Ernst erzählt gerne, wie sehr er es bedauert, erst als 40-Jähriger die Kunst für sich entdeckt zu haben. Umso mehr Energie steckt er heute in sein Anliegen, abstrakte Kunst nicht nur zu sammeln und auszustellen, sondern gerade auch Kinder früh für sie zu begeistern. „Es gibt in der Abstraktion viel zu entdecken. Ich habe die größte Freiheit zu sehen und zu denken, was ich will“, wirbt er für die Richtung, die er selbst noch lieber „gegenstandslose” als abstrakte Kunst nennt.

Im Museum Reinhard Ernst ist daher ein ganzer Raum dafür reserviert, Kinder an diese Kunstrichtung heranzuführen. Als Bühne für die Kunst hat Architekt Fumihiko Maki das Haus angelegt: Viel Tageslicht und hohe Decken, breite Wände mit reichlich Platz für die vielen großformatigen Werke. Alles scheint zu rufen: Vorhang auf für die Kunst!

Adresse:

Wilhelmstraße 1
65185 Wiesbaden

  • Das Museum Reinhard Ernst ist das einzige Museum des japanischen Architekten und Pritzker-Preisträgers Fumihiko Maki in Europa 
  • Die erste Sammlungspräsentation zeigt Meisterwerke des Abstrakten Expressionismus, des Informel und der japanischen Gutai Gruppe 
  • Sonderausstellung würdigt den Architekten Fumihiko Maki 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig/Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Maki and Associates
  • wiesbaden.de / Foto: Maki and Associates
  • wiesbaden.de / Foto: Maki and Associates
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger
  • wiesbaden.de / Foto: Klaus Helbig & Frank Marburger